Credenza

Author: Krämer  |  Kategorie: Esszimmer

Was bedeutet der Begriff “Credenza” eigentlich?
“Credenza” kommt aus dem Italienischen bzw. ursprünglich vom lateinischen “credere”, glauben und hat seinen Ursprung im 16. Jahrhundert, als das Essen und die Getränke hoher Würdenträger vorgekostet wurden, um sie auf Gift zu überprüfen. Diese Handlung, eben die Credenza, gab zunächst dem Raum, in dem sie stattfand, seinen Namen und später dem Möbelstück, auf dem sich die vorzukostenden Speisen befanden.

Kredenz und Credenza

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff “Kredenz” für eine (meist schwere und klobige) Anrichte oder ein Sideboard verwendet (in Österreich ist das Wort immer noch gebräuchlich).
In der katholischen Kirche wird mit “Kredenz” (=”Gabentisch”) auch ein schwerer, mit einem weißen Tuch bedeckter Tisch bezeichnet, der zur Bereithaltung der in der Lithurgie verwendeten Geräte dient.
Mit den klobigen, auch etwas höheren Möbeln des vorigen Jahrhunderts haben die modernen Möbelstücke, die Credenzas, eigentlich nur die längliche Form und die Tatsache gemeinsam, dass sie eine Ablage und darunter Kästen und/oder Schubladen zur Aufbewahrung von Gegenständen haben.
Meist finden Credenzas dann auch Verwendung im Esszimmer des privaten Haushalts zur Aufbewahrung von Geschirr, Besteck und Tischwäsche oder in Restaurants zum selben Zweck. Die Credenzas haben meist ein modernes Design und sind deutlich niedriger als ihre alten Vorläufer. An Materialien herrscht Holz in allen Varianten und Preisklassen vor, aber auch Kunststoff in allen Farben, oft mit filigranen Metallfüßen.
Oft sind die Schubladen und Schranktüren farblich kontrastierend abgesetzt. Neben ultramodernen Designs gibt es natürlich auch Credenzas im Retrostil, die dann doch wieder an Omas Anrichte erinnern, wenn sie auch nicht ganz so wuchtig sind.

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