Seit heute ergänzt “duoblock”, das Werk unseres Frankfurter Designers FRANK LORI, die bis zum 24.01.2010 verlängerte Ausstellung „KunstStoff: Materialrevolution für Design + Kunst. Objekte der Sammlung Winkler“ im Museum für Angewandte Kunst Köln.
„Da nur einige Exponate aus diesem, für das 20. Jahrhundert so richtungweisenden Werkstoff permanent gezeigt werden können, präsentiert das Museum in einer Ausstellung technisch, kulturgeschichtlich, formal und ästhetisch besonders repräsentative Designobjekte sowie einige Werke der Bildenden Kunst, bei denen Kunststoff eine entscheidende Rolle spielt“, heißt es von offizieller Museumsseite.
Der Stuhl [duoblock] ist eines von sieben Objekten aus Lori Franks Abschlussarbeit an der HTW Dresden names „schön unbequem“ (2007) und gleichzeitig ein Kommentar über die Art und Weise, wie Produkte entworfen, vermarktet und benutzt werden.
Ausgangspunkt für den Entwurf sind die weltweit präsenten Monobloc Kunststoffstühle. Im Spritzgussverfahren hergestellt, stellen sie nicht nur eine schnelle und fast endlos reproduzierbare, sondern ebenso die stapelbare, wetterresistente, leichte und unschlagbar preiswerte Variante eines Stuhles dar. Ein absolut praktischer Stuhl für den Preis einer warmen Mahlzeit. Und doch verdammen, so scheint es, Materialität, Herstellungsverfahren, Formgebung und letztendlich seine Erschwinglichkeit für jedermann den Monobloc zu einem eher unrühmlichen Image.
Der Entwurf [duoblock] huldigt diesen Stuhl und holt ihn von der Straße, den Kneipen und Schrebergärten in eine der letzten Domänen, in die er noch nicht vorgedrungen ist. Konzeptioniert als Besucherstuhl, als Sitzgelegenheit für den kultur- und kunstbegeisterten Menschen gelangt er nun ins Museum. Nicht als Ausstellungsstück, sondern als Gebrauchsgegenstand, vis-a-vis zur Kunst.
Das Rücken an Rücken gefügte und „morphierte“ Objekt aus zwei baugleichen Monobloc`s wird zum [duoblock]. Doch es fehlt ihm das, was wir von einem Stuhl, soll es kein Hocker sein, grundlegend erwarten: Die Rückenlehne. Im weiteren sind die Sitzflächen in ihrem Winkel stärker nach hinten geneigt als gewohnt um sich letztendlich da, wo sonst die Rückenlehnen beginnen, vor einer Art Lücke zu begegnen. Geblieben sind die Armlehen, die den Stuhl nun skulptural, – fast wie ein Gehege – umranden.
Schnell wird klar das sich dieser Stuhl nicht gewohnt einfach besetzen, sich nicht gewohnt einfach „bezwingen“ und benutzen lässt. So interessant seine Form auch wirkt, so unbequem ist sie dann auch. Die steiler angestellten Sitzflächen verursachen ein nach hinten Gleiten des Sitzenden, bis zu jenem Punkt, an dem nur der Halt einer Rückenlehne wieder für ein entspanntes Sitzen sorgen könnte. Diese aber fehlt.
Die Lösung dieses Problems liegt in der Kommunikation und Interaktion: In dem Augenblick, in dem sich zwei Personen zusammensetzen, sich Rücken an Rücken lehnen, entpuppt sich der [duoblock] nicht nur als bequeme Sitzgelegenheit sondern auch als Brücke zwischen Kunst und Mensch.
Als den Designer repräsentierende Galerie freuen wir uns außerordentlich über diese großartige Gelegenheit, Frank Lori im Museum für Angewandte Kunst zeigen zu dürfen.
CONTAIN Gallery
Ioanna Paraskeva
Aachener Str. 29
50674 Köln
Tel: 0221 – 27 73 68 86
mail at ontaingallery.com | www.containgallery.com
ÜBER CONTAIN Gallery
Eine Bühne, um junges, zeitgenössisches und interdisziplinäres Design zu inszenieren – das hat sich die CONTAIN Gallery zur Aufgabe gemacht. Seit Ende September 2009 präsentiert die Galerie mitten im kreativen Belgischen Viertel Kölns in wechselnden Themenausstellungen internationale, aufstrebende Design Newcomer mit Ihren Einzelstücken, Gestaltungskonzepten und limitierten Auflagen. Und im permanenten Galerieshop findet man handverlesene Stücke.
ÖFFNUNGSZEITEN: Di bis Fr 13 – 19 Uhr
Sa 11 – 18 Uhr (Termine nach Vereinbarung)
So 06.12. verkaufsoffen
Seit heute ergänzt “duoblock”, das Werk unseres Frankfurter Designers FRANK LORI, die bis zum 24.01.2010 verlängerte Ausstellung „KunstStoff: Materialrevolution für Design + Kunst. Objekte der Sammlung Winkler“ im Museum für Angewandte Kunst Köln.
„Da nur einige Exponate aus diesem, für das 20. Jahrhundert so richtungweisenden Werkstoff permanent gezeigt werden können, präsentiert das Museum in einer Ausstellung technisch, kulturgeschichtlich, formal und ästhetisch besonders repräsentative Designobjekte sowie einige Werke der Bildenden Kunst, bei denen Kunststoff eine entscheidende Rolle spielt“, heißt es von offizieller Museumsseite.
Der Stuhl “duoblock” ist eines von sieben Objekten aus Lori Franks Abschlussarbeit an der HTW Dresden names „schön unbequem“ (2007) und gleichzeitig ein Kommentar über die Art und Weise, wie Produkte entworfen, vermarktet und benutzt werden.
Ausgangspunkt für den Entwurf sind die weltweit präsenten Monobloc Kunststoffstühle. Im Spritzgussverfahren hergestellt, stellen sie nicht nur eine schnelle und fast endlos reproduzierbare, sondern ebenso die stapelbare, wetterresistente, leichte und unschlagbar preiswerte Variante eines Stuhles dar. Ein absolut praktischer Stuhl für den Preis einer warmen Mahlzeit. Und doch verdammen, so scheint es, Materialität, Herstellungsverfahren, Formgebung und letztendlich seine Erschwinglichkeit für jedermann den Monobloc zu einem eher unrühmlichen Image.
Der Entwurf “duoblock” huldigt diesen Stuhl und holt ihn von der Straße, den Kneipen und Schrebergärten in eine der letzten Domänen, in die er noch nicht vorgedrungen ist. Konzeptioniert als Besucherstuhl, als Sitzgelegenheit für den kultur- und kunstbegeisterten Menschen gelangt er nun ins Museum. Nicht als Ausstellungsstück, sondern als Gebrauchsgegenstand, vis-a-vis zur Kunst.
Das Rücken an Rücken gefügte und „morphierte“ Objekt aus zwei baugleichen Monobloc`s wird zum “duoblock”. Doch es fehlt ihm das, was wir von einem Stuhl, soll es kein Hocker sein, grundlegend erwarten: Die Rückenlehne. Im weiteren sind die Sitzflächen in ihrem Winkel stärker nach hinten geneigt als gewohnt um sich letztendlich da, wo sonst die Rückenlehnen beginnen, vor einer Art Lücke zu begegnen. Geblieben sind die Armlehen, die den Stuhl nun skulptural, – fast wie ein Gehege – umranden.
Schnell wird klar das sich dieser Stuhl nicht gewohnt einfach besetzen, sich nicht gewohnt einfach „bezwingen“ und benutzen lässt. So interessant seine Form auch wirkt, so unbequem ist sie dann auch. Die steiler angestellten Sitzflächen verursachen ein nach hinten Gleiten des Sitzenden, bis zu jenem Punkt, an dem nur der Halt einer Rückenlehne wieder für ein entspanntes Sitzen sorgen könnte. Diese aber fehlt.
Die Lösung dieses Problems liegt in der Kommunikation und Interaktion: In dem Augenblick, in dem sich zwei Personen zusammensetzen, sich Rücken an Rücken lehnen, entpuppt sich der “duoblock” nicht nur als bequeme Sitzgelegenheit sondern auch als Brücke zwischen Kunst und Mensch.
Als den Designer repräsentierende Galerie freuen wir uns außerordentlich über diese großartige Gelegenheit, Frank Lori im Museum für Angewandte Kunst zeigen zu dürfen.
ÜBER Museum für Angewandte Kunst
Das MAK bewahrt und vermehrt eine der bedeutenden deutschen Sammlungen europäischer Angewandter Kunst vom Mittelalter bis zur unmittelbaren Gegenwart sowie eine hochrangige Kollektion des Design seit 1900. Geboten wird ein Rundgang durch gestaltete Räume verschiedenster Epochen und Stile seit der Gotik. Möbel und Bildteppiche, Zeugnisse der Tisch- und Tafelkultur, mit hohem Anspruch gestaltete Geräte und Textilien sowie Kleinplastik, Luxus- und Zierobjekte erzählen die Geschichte des qualitätsbewusst eingerichteten Lebensraums – zeitgenössisch Interior Design genannt.
Die neue Designabteilung mit Sammlung Winkler im MAK Köln bietet erstmals die Möglichkeit, Design nicht isoliert, sondern in enger Beziehung zu Werken der Bildenden Kunst zu betrachten. „Kunst und Design im Dialog“ – so der Titel der Dauerausstellung – führt die komplexen Verflechtungen der industriellen Formgebung mit den zeitgleichen künstlerischen Entwicklungen vor dem Hintergrund der Zeit- und Kunstgeschichte vor Augen.
ÖFFNUNGSZEITEN: Di bis So 11 – 17 Uhr
jeden ersten Do im Monat 11 – 22 Uhr (mit Führung um 18 Uhr)
an jedem ersten Sonntag im Monat ab 10 Uhr
(zu Kunst + Frühstück mit kostenlosen Parallelführungen für Kinder und Erwachsene
um 11 Uhr)
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