Als Bürostuhl bezeichnet man Stühle, die für die Benutzung an Schreibtischen konstruiert sind. Sie sind auf Rollen gelagert und erlauben so die problemlose und schnelle Bewegung vom Schreibtisch hin zum Aktenschrank, Drucker oder Rollcontainer. Wer dies nicht mag, kann die Stuhlrollen bei den meisten Modellen auch manuell feststellen.
Kriterien für Bürostühle
Da der Büroangestellte Tag für Tag Stunden auf seinem Bürostuhl verbringt, ist dieser ergonomisch geformt. Er ist höhenverstellbar und hat eine besonders geformte Lehne, die den Rücken beim Sitzen zusätzlich stützt. Moderne Bürostühle erlauben auch ein individuelles Einstellen der Sitzfläche und der Armlehnen. So lässt sich der Stuhl auf jeden Menschen anders einstellen und bietet größtmöglichen Komfort.
Das Fußkreuz
Alte Bürostühle erkennt man an ihrem vierfüßigen Fußkreuz. Dieses ist heute in Büros nicht mehr zugelassen, da diese Stühle leicht kippen. Abgelöst wurden sie schon lange durch ein fünf- oder sechsarmiges Fußkreuz auf Rollen, das für ausreichende Stabilität sorgt. Sie bestehen aus hochwertigem Kunststoff oder Aluminium.
Dynamisches Sitzen
Das lange Sitzen auf Bürostühlen belastet Rücken und Wirbelsäule extrem. Wichtig ist es daher, sie regelmäßig zu entlasten. Dies tut man, wenn man aufsteht, man kann auf den modernen Bürostühlen auch ganz leicht durch Gewichtsverlagerung seine Sitzposition ändern. Gute Bürostühle erlauben eine Neigung von Rückenlehne und Sitzpolster nach vorn und zur Seite. Sie sorgen dafür, dass der Büroarbeiter sich unbemerkt anders hinsetzt und so Bandscheiben und Rücken besser durchblutet werden.
Asynchrone Bürostühle erlauben eine getrennte Einstellung von Rückenlehne und Sitz, bei synchronen Stühlen sind diese beiden Funktionen gekoppelt.
Vorgeschrieben ist, dass die Rückenlehne eines Bürostuhls in fast jeder Position Beckenkontakt hat. Das heißt, der empfindliche Lendenwirbelbereich wird ununterbrochen gestützt. Auf diese Weise soll Bandscheibenvorfällen vorgebeugt werden. Eine gepolsterte Rückenlehne ist daher empfehlenswerter als eine netzbespannte, die weniger Halt gibt.
Wer wissen möchte, ob seine Rückenmuskulatur bereits durch langes Sitzen geschwächt ist, sollte sich ab und zu einmal auf einen Pezziball setzen. Diese Bälle, die auch in Rückenschulen eingesetzt werden, unterstützen die Bewegung des Körpers am besten, eignen sich aber nicht für stundenlanges Sitzen.
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